Anzeige
Fremdworte und ihre Bedeutung - Fremdwörter
Share/Save/Bookmark -->
 Die 30 letzten Fremdworte!
 Die Top 30 Fremdworte!
 Die Top 30 Synonyme!
 Die 30 letzten Synonyme!
 Search-Plugin
 Synonyme
 Übersetzung
 Jugendsprache
 Sexwörterbuch
 Medizin
 Chemie
 Jura (Recht)
 Phobien
 Versicherungsworte
 WISCOM-Community
 Fragen & Antworten
 Fremdwörter erklären
 Die Rückwärtssuche
 Rechtschreibung
 Fremdwörterbuch
 Fremdwort der Woche!
 lustige Fremdwort-Sätze
 Fremdwort VIDEO
Hörbücher:
Wie Glück entsteht.
Hörbuch download

Hier klicken!
 
 
Weitere Wörter erklären lassen:

 
 Suchergebnisse:

Suchwort:

aufschieben

Beschreibung:

Aufschieben (auch Procrastination, Prokrastination, Aufschiebeverhalten, Handlungsaufschub) ist eine Bezeichnung für das Verhalten von Menschen, die das Erledigen notwendiger, aber ihnen unangenehmer Dinge immer wieder verschieben. "aufgeschoben ist nicht aufgehoben was man aufschieben muss, kann man immer noch tun "

Ausprägungen

Manche Menschen sind wesensbedingt erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden (und deren Gewinn erst sekundär oder zukünftig entsteht), in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar verunmöglichen. Ein Teufelskreis entsteht: Die Betroffenen nehmen sich immer wieder vor, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen - doch sie lassen diese Zeitpunkte auch immer wieder verstreichen. Dadurch wachsen Angst, Scham und Druckgefühl stark an, welche als Negativgefühle ihrerseits zusätzlich das In-Aktion-Treten untergraben.

Allein durch den immer neuen Vorsatz sich (durch mehr Selbstdisziplin) zu bessern, lässt sich das Problem des Aufschiebens oft nicht lösen. Psychologische Beratung ist häufig notwendig und geboten. Auch eine medikamentöse Behandlung zur Anhebung des Selbstregulationsniveaus kann in Betracht gezogen werden. Bei einer Umfrage in den USA (ca. 1999) gaben 40 % der Befragten an, dass ihnen wegen ihres Aufschiebens bereits Nachteile entstanden sind, 25 % litten sogar unter chronischem Handlungsaufschub. Man schätzt, dass diese Zahlen unter Studenten deutlich höher liegen. In diesem Zusammenhang etablierte Eliyahu M. Goldratt in seinem Buch Die kritische Kette für das Phänomen des Aufschiebeverhaltens und der schlechten Arbeitsplanung den Begriff „Studentensyndrom“. Er übertrug damit seine Theory of Constraints auch auf das Projektmanagement.

Ursachen

Die unangenehmen Gefühle, welche den Betroffenen von einer Aufgabe abhalten, entstehen u. a. durch unklare Prioritätensetzung, schlechte Organisation, Impulsivität, mangelnde Sorgfalt, Abneigung gegen Aufgaben durch Langeweile, Ängste und Perfektionismus. Kognitiv gesehen findet häufig eine dysfunktionale Verzerrung beim Betroffenen statt: Schlechte Einschätzung von Zeiten, Überschätzen der Wirkung zukünftiger emotionaler Zustände, Unterschätzen des Zusammenhanges zwischen einer Aufgabe und den Gefühlen, die zu dieser in Verbindung stehen. Oder der Betroffene denkt sich, dass Arbeit nur dann etwas bringe, wenn man in der "richtigen Stimmung" sei. Betrachtet man die emotionale Seite genauer, lassen sich weitere Erklärungsmöglichkeiten finden: Gründe sind zum Beispiel mangelnde Aufmerksamkeit und Impulsivität. Diese können dazu führen, dass der Betroffene auf der Suche nach Reizen bzw. Erregung ist, sich nicht durch Hinweisreize beeinflussen lässt oder unfähig ist, Belohnungen aufzuschieben. Es besteht also ein Mangel an Selbstkontrolle, Motivation und Organisiertheit.

Des Weiteren spielen Versagensängste und Neurotizismus eine große Rolle, die sich u. a. in Discomfort anxiety (Angst davor, dass das eigene Wohlbehagen gefährdet ist), Mangel an Self-Efficacy und Selbstachtung, External-variable Attribution von Erfolg und Vermeiden von Feedback und Selbsterkenntnis äußern.

Außerdem gibt es noch ein psychodynamisches Erklärungsmodell. Dieses sieht das Aufschieben als Symptom von Persönlichkeitsstörungen und neurotischen Konflikten in den Bereichen Angst (vor Versagen, Erfolg, Alleinsein, Nähe, Ablehnung), Ärger/Wut, Perfektionismus, Abhängigkeit/Ohnmacht, Scham und Selbstwert. Weitere Erklärungsmöglichkeiten liefern noch die PSI-Theorie (Kuhl) oder das Vorhandensein von ADS/ADHS.

q
Definition vorschlagen | Synonym | Übersetzung |

Neues Wort in fremdwort.de aufgetaucht. Was ist noggeln?
Jetzt flirten und in der großen SingleLand-Community dabei sein. Kostenlos mitmachen!
Lust auf ein Date? Vorher aber schon per WEBCAM live sehen.  Hier klicken!


Antwort in:0.239 s

Mehr Informationen finden sie auch hier:google | wikipedia | MerriamWebster

AGB | Impressum | Nutzungsbedingungen | Hinweis Gesundheitsthemen | Hinweis Rechtsthemen
© 2009-2010 ReeseOnline!
 
*Alle genannten Markennamen sind eingetragene Warenzeichen Ihrer Eigentümer. Nicht alle Abbildungen stellen das angebotene Produkt zwingend dar. Sie dienen zur Visualisierung der Beschreibung oder zur Orientierung.

www.fremdwort.de ist Ihr online Buch um Themen nachzusehen. Literatur für Wissen, Schule und Studium. Schüler, Eltern, Lehrer sind herzlich willkommen dieses online Buch zu besuchen. Ein eBook Buch der Lexikon Bücher. Bücher bilden, www.fremdwort.de auch. Die jeweiligen Autoren und sonstigen Verantwortlichen dieses Projekts übernehmen keine Haftung für den Inhalt der veröffentlichten Artikel, insbesondere im Hinblick auf Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen. Bei den Erklärungen handelt es sich lediglich um Wortinterpretationen. Das Geltendmachen von Ansprüchen jeglicher Art ist ausgeschlossen.
www.roll-display.net | www.roll-banner.net | www.stoffbanner.net | www.beinlonge.de | www.strandkorb-verkauf.com | www.mulev.org | www.songs.de | www.gutachter-hamburg.com
WISCOM - die WissensCommunity von fremdwort.de

Anzeige



Anzeige

 
 
Helfen Sie uns, besser zu werden!

Ihre Meinung ist uns wichtig. Bewerten Sie uns jetzt.

 
Sie sind:
Alter:
Beruf:
 
Wie haben Sie uns gefunden?
 
Wie bewerten Sie die Seite?
 
Verbesserungsvorschläge?