Abstiftung

Definition, Bedeutung

Von Abstiftung spricht man, wenn ein Täter, der entschlossen ist ein qualifiziertes Delikt zu begehen, dazu bewegt nur das Grundelikt zu verwirklichen. Beispiel: B will in eine Tankstelle einbrechen und dort aus der Kasse Geld entwenden (§ 242 StGB). Für den Fall der Fälle will er eine geladene Pistole mitnehmen (erfüllt die Voraussetzungen des § 244 Abs. 1 Nr. 1a StGB). Als sein Kumpel A davon erfährt, kann dieser ihn davon überzeugen die Waffe zu Hause zu lassen, damit nichts Schlimmers passiert.

Die Abstiftung ist nicht als Anstiftung gemäß Â§ 26 StGB strafbar, da der Täter zur Grundtat schon entschlossen war (sog. omni modo facturus) und der Abstifter schlimmeres verhindert hat.
(Definition ergänzt von Hagen am 04.11.2016)
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