Abzinsung

Definition, Bedeutung

Verminderung einer oder mehrerer zukünftiger Geldleistungen um Zinsen, die von der Gegenwart bis zur Zahlung berechnet werden

Die Abzinsung (auch Diskontierung, engl. discounting; oft fälschlich auch Abdiskontierung genannt) ist die Berechnung der Höhe eines Betrags zum Zeitpunkt X (Anfangskapital, Gegenwartswert) aus der Höhe dieses Betrags zu einem späteren Zeitpunkt Y (Endkapital, Zukunftswert), wenn zwischen den beiden Zeitpunkten auf den Betrag Zinsen gezahlt werden.

Es wird dabei lediglich die Aufzinsung rückgängig gemacht, das heißt die bis Y angefallenen Zinsen wieder abgezogen, um den Betrag zum Anfangszeitpunkt X zu erhalten.

Durch Abzinsen erhält man also den Betrag, den man im Zeitpunkt X hätte anlegen müssen, um ein bestimmtes Endkapital in Y zu erreichen.

Mathematisch formuliert entspricht das Abzinsen der Division des Endkapitals durch (1+i)n, oder mit anderen Worten der Multiplikation des Endkapitals mit 1/(1+i)n (d. h. mit dem so genannten Abzinsungsfaktor), wobei:
  • i = gewählter Zinssatz (sog. Kalkulationszinsfuß)
  • n = Laufzeit (= Y-X)
Bei den Zinsen kann es sich auch ganz allgemein um eine Rendite, die auf den Betrag zu zahlen ist, handeln und es kann sich sowohl um tatsächlich bezahlte/zu zahlende Zinsen, als auch um verschiedene erwartete, kalkulatorische oder Alternativzinsen handeln (wie zum Beispiel bei der Unternehmensbewertung).

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Abzinsung' trennt man wie folgt:

  • Ab|zin|sung
(Definition ergänzt von Dean am 20.11.2016)

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