Aggregatgefüge

Definition, Bedeutung

Die Struktur eines Bodens (das Gefüge) lässt sich nach dem Zusammenhalt der Bodenteilchen – mit Übergangsformen – in drei Gruppen einteilen. Neben dem Einzelkorngefüge oder Elementargefüge aus unabhängigen Bodenpartikeln (typisch: Sandboden) und dem Kohärentgefüge – einer verklebten Masse (typisch: Tonsediment) – existiert als dritte Gruppe das Aggregatgefüge (lateinisch aggregare: anhäufen) - auch Aufbaugefüge oder Krümelgefüge in humosen Oberböden mit starker biologischer Aktivität.

Durch zerteilende Kräfte bei Schrumpfung, Rissbildung, Frosteinwirkung entstehen weiterhin aus feinkörnigen mineralischen Bodenpartikeln sogenannte Segregatgefüge, zum Beispiel Polyedergefüge in Lehmböden bei gehemmter biologischer Aktivität.

(Definition ergänzt von Madeleine am 03.10.2016)
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