Alkoholintoleranz

Definition, Bedeutung

Alkoholintoleranz, oder auch Alkoholunverträglichkeit bezeichnet eine gestörte Verstoffwechselung von Alkohol welche genetisch bedingt ist.

Ursachen sind ein erhöhter Acetaldehydspiegel, sowie ein Fehlen der ALDH2-Isoenzym-Aktivität im Körper. Der Körper betroffener Personen kann so den eingenommenen Alkohol wesentlich langsamer Verstoffwechseln und in Folgeprodukte abbauen. Auch können bestimmte Arten von Medikamenten die Funktion der Leber herabsetzen und so zu einer temporären Alkoholintoleranz führen. Diese klingt jedoch, im Gegensatz zur genetisch bedingten, nach dem Abbau der entsprechenden Medikamente wieder ab.

Die folgenden Symptome können bei einer Intoleranz gegenüber Alkohol in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:

  • Gesichtsröte,
  • Steigerung der Herzfrequenz,
  • Magenprobleme

Dies sind im allgemeinen die selben Symptome, welche auch bei einem gesunden Menschen nach Alkoholkonsum auftreten. Jedoch äußern diese sich dort in stark abgemilderter Form, bzw. erst bei wesentlich höheren Alkoholmengen.

Insbesondere asiatische und mongolide Bevölkerungen wie zum Beispiel Japaner, Chinesen, Vietnamesen und Koreaner zeigen die Symptome einer Alkoholintoleranz. Über die Gründe dafür wird in der Wissenschaft noch gestritten, jedoch wird im allgemeinen davon ausgegangen, daß der starke Selektionsdruck in Europa zu Zeiten des Mittelalters Menschen mit ausgeprägten Toleranzen gegenüber Alkohol bevorzugte. Im asiatischen Raum hingegen spielte der Alkohol keine so dominante Rolle.

(Definition ergänzt von Tilda am 06.09.2016)

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