Alterskorrektur

Definition, Bedeutung

Maßnahme in der Testpsychologie der ersten Lebensjahre, um durch den Reifungsrückstand frühgeborener Kinder bedingte Minderleistungen nicht unfairerweise als Entwicklungsdefizite zu beurteilen. Je jünger ein Kind ist, desto stärker kommt sein frühgeburtlich bedingter Reifungsrückstand zum tragen, deshalb wird in den ersten zwei Lebensjahren (und zum Teil bis zur Einschulung) eine Alterskorrektur empfohlen. Als Faustregel gilt: bei frühgeborenen Kindern wird das Geburtsalter um den Zeitraum der Frühgeburtlichkeit (Annahme: normale Schwangerschaftsdauer Alterskorrektur 40 Wochen) nach unten korrigiert. Zum Beispiel ein Kind, das nach der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren wurde, ist zum Zeitpunkt seines zweiten Geburtstages 2 Jahre alt (Geburtsalter), weist aber ein korrigiertes Alter (Gestationsalter) von etwa einem Jahr und 10 Monaten auf. Die Alterskorrektur eines Kindes kann bei der Verwendung von Tests dazu führen, dass eine andere (Alters-) Testversion durchgeführt werden muss oder dass andere (Alters-) Normentabellen zu verwenden sind.
(Definition ergänzt von Johanna am 03.10.2016)
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