Andacht

  • Definition, Bedeutung

    1 [nur Sg.]
    a Versunkensein ins Gebet, Sammlung der Gedanken im Gebet; jmds. Andacht nicht stören
    b [nur Sg.] feierliche Stimmung, ehrfürchtiges Schweigen; voller Andacht ein Kunstwerk betrachten

    2 kurzer Gottesdienst, kurze religiöse Feier (Morgenandacht, Abendandacht)

    • von bestimmten gesetzlichen Pflichten befreit

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Andacht' trennt man wie folgt:

  • An|dacht

Beispielsätze mit dem Begriff 'Andacht'

  • Wir dürfen, um sie zu verdeutlichen, nur auf die Gewalt der Musik, auf die Stimmungen der Sammlung und Andacht hinweisen, welche der Genuß jeder echten Poesie als dauernden Gewinn in uns zurückläßt.Quelle: Rudolf Hermann Lotze: Medizinische Psychologie
  • Das Reich der Gefühle ist nicht minder mannigfaltig als das der Empfindungen; doch sind die meisten der Zustände, die wir gewöhnlich mit diesem Namen belegen, sehr zusammengesetzte Ereignisse, die ein ungenauer Sprachgebrauch um des sehr verschiedenen Anteils von Gefühl willen, welchen sie enthalten, gemeinsam unter diesem Begriffe zusammenfaßt, Trennen wir nun, sie einer weit spätem Betrachtung aufsparend, von dem Kreise der Gefühle die Gesinnungen, die, wie Freundschaft und Vaterlandsliebe, nach der Lage der Umstände uns alle Grade der Lust und Unlust durchlaufen lassen können; die Stimmungen des Gemüts ferner, wie Trübsinn, Andacht, auf deren gleich bleibendem Hintergründe zwar nicht die ganze Mannigfaltigkeit der Gefühle mit ihren natürlichen Farben, aber doch deren mehr als eines, sich abbilden können; die Affekte endlich, die wie Zorn und Wut eine im Ganzen feststehende Gesinnung durch einen plötzlichen Reiz zu dem Äußersten der Lust und Unlust und zu mancherlei gewaltsamen Strebungen treiben: so finden wir doch selbst die einfacheren Zustände, die wir den Gefühlen gewiß zuzurechnen haben, noch immer zusammengesetzt genug.Quelle: Charles Dickens - Londoner Skizzen - Sketches by Boz
  • Ich fügte, einmal im Zuge, mit Andacht die nächsten Gräser und Würzelchen des Bodens hinzu und sah nun auf meinem Blatte eines jener frommen nazarenischen Stengelbäumchen, welche auf den Bildern der alten Kirchenmaler und ihrer heutigen Epigonen den Horizont so anmutig und naiv durchschneiden.Quelle: Arthur Schopenhauer - Aphorismen
  • – Glockengebimmel, Priesterkostüme, fromme Gebärden und fratzenhaftes Tun ist das Aushängeschild, der falsche Schein der Andacht usw.Quelle: Der Leib des Vaters Christian Rosenkreuz
  • Vielleicht der innigste unter allen römischen ist der Kult der in und über dem Hause und der Kammer waltenden Schutzgeister, im öffentlichen Gottesdienst der der Vesta und der Penaten, im Familienkult der der Wald- und Flurgötter, der Silvane und vor allem der eigentlichen Hausgötter, der Lasen oder Laren, denen regelmäßig von der Familienmahlzeit ihr Teil gegeben ward, und vor denen seine Andacht zu verrichten noch zu des älteren Cato Zeit des heimkehrenden Hausvaters erstes Geschäft war.Quelle: Die Frauenfrage: ihre geschichtliche Entwicklung und wirtschaftliche Seite

(Definition ergänzt von Kira am 03.11.2016)

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