Anilin

  • Definition, Bedeutung

    Reines Anilin ist eine farblose, ölige, aromatisch riechende Flüssigkeit, die sich an der Luft oder im Licht infolge einer Oxidation gelb verfärbt. Anilin brennt mit stark rußender Flamme. Es ist in Wasser mäßig, in den meisten organischen Lösungsmitteln wie Ethylalkohol oder Diethylether gut löslich. Mit starken Mineralsäuren bilden sich Anilinsalze. Mit Salzsäure entsteht Anilinhydrochlorid, das im Labor zum Nachweis von Lignin dient.

    Anilin ist ein starkes Blutgift. Es oxidiert den roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin und verhindert damit den Sauerstofftransport im Blut. Das Gift kann durch Schlucken, Einatmen und durch die Haut aufgenommen werden. Bei leichten Vergiftungen kommt es zur Blaufärbung der Haut und der Fingernägel und zu Schwindelanfällen und Erregungszuständen. Bei höherer Konzentration treten Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen und Atemnot auf. Letzteres kann den Tod verursachen. 25ml der Flüssigkeit gelten als tödliche Dosis. Langfristige Vergiftungserscheinungen zeigen sich in Schwächegefühl, Appetitlosigkeit und Blasenkrebs. Beim Verdacht auf eine Anilinvergiftung sollte man den Betroffenen an die frische Luft bringen, betroffene Hautpartien gut abwaschen, einen Arzt hinzuziehen und eine künstliche Beatmung durchführen. Anilin steht auch im Verdacht, dass es Krebs auslösen oder genetische Defekte verursachen kann.
  • siehe Aminobenzol

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Anilin' trennt man wie folgt:

  • Ani|lin

(Definition ergänzt von Ivan am 26.09.2016)

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