Antiepileptikum

Definition, Bedeutung

Antiepileptika werden zur Behandlung von Epilepsien, also Krampfanfällen des Gehirns, angewendet. Diese Krampfanfälle beruhen auf einer überschießenden elektrischen Nerventätigkeit im Gehirn, die seine Funktion gewissermaßen in einem "Blitzgewitter" durcheinanderbringt. Bei manchen Patienten kündigt sich ein Anfall durch eine so genannte "Aura" an, bei der es zu Sinnestäuschungen wie Farbensehen oder außergewöhnlichen Geruchswahrnehmungen kommt. Die Aura dauert von einigen Sekunden bis Minuten an. Dann verlieren die Patienten das Bewusstsein, brechen zusammen, beißen sich auf die Zunge, die Muskeln zucken, Blase und Darm entleeren sich. Je nach Art und Ausprägung des Leidens treten nicht immer alle diese Erscheinungen zusammen auf. Die Anfälle können von leichten Bewusstseinstrübungen (Absencen) bis zu dem geschilderten Bild eines "Grand-Mal"-Anfalls reichen. Geschehen mehrere Anfälle hintereinander oder hört ein Anfall nicht mehr auf, spricht man vom Status epilepticus, der sogar tödlich sein kann. Bei allen Arten epileptischer Anfälle geht immer Nervensubstanz zugrunde, weshalb die Anfälle unbedingt abgebrochen (kupiert) oder am besten ganz verhindert werden müssen.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Antiepileptikum' trennt man wie folgt:

  • An|ti|epi|lep|ti|kum
(Definition ergänzt von Cem am 13.09.2016)

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