antiklerikalismus

Definition, Bedeutung

Antiklerikalismus bezeichnet innerhalb von Religionsgemeinschaften eine Position antielitärer Motivation, die sich gegen den Klerus richtet. Im Christentum, vor allem in den evangelischen/reformatorischen Kirchen basiert eine solche Position häufig auf Argumentationen, die sich auf das Priestertum aller Gläubigen berufen (vgl. Exodus 19,6 LUT; 1. Petrus 2,9f LUT).

Außerhalb von Religionsgemeinschaften richtet sich Antiklerikalismus gegen den Klerus stellvertretend für die gesamte Religionsgemeinschaft, der er zugehört, beziehungsweise gegen ihr Bekenntnis. So lässt sich in der französischen Revolution ein Antiklerikalismus beobachten, der mit den Vertretern des Ersten und Zweiten Standes (i.e. Klerus) das Prinzip der gesellschaftlichen Ständeordnung selbst angriff. Dieses Prinzip wurde politisch mit den Zielen der katholischen Kirche identifiziert.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'antiklerikalismus' trennt man wie folgt:

  • An|ti|kle|ri|ka|lis|mus
(Definition ergänzt von Ayla am 07.10.2016)
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