Antiphlogistika

  • Definition, Bedeutung

    Entzündungshemmer; Mittel gegen Entzündungen

    Antiphlogistika sind Wirkstoffe, die Symptome von Entzündungen lindern. Entzündungen entstehen durch Fremdstoffe oder lebende Krankheitserreger, die in den Körper eindringen oder von außen auf ihn einwirken. Auch durch ständige Reize wie zum Beispiel Überlastungen können Entzündungen verursacht werden. Die Entstehung bestimmter entzündlicher Erkrankungen kann außerdem durch erbliche Veranlagung begünstigt sein.
    Entzündungen verlaufen akut oder chronisch und zeigen unterschiedlichste Krankheitsbilder. Im Prinzip kann jedes Gewebe und jedes Organ des Körpers von einer Entzündung betroffenen sein. Entzündungsreaktionen sind dabei entweder örtlich begrenzt (lokal) oder betreffen ganze Organsysteme (systemisch).

    Entzündungshemmende Substanzen wie die Antiphlogistika können innerlich eingesetzt und beispielsweise als Tabletten über den Magen-Darm-Trakt eingenommen, als Zäpfchen angewendet oder als Lösungen in den Körper gespritzt werden. Äußerlich werden sie zum Beispiel als Salbe oder Creme auf die Haut aufgebracht.

    Die zu den Antiphlogistika gehörenden Substanzen haben zum Teil eine sehr unterschiedliche Wirkungsweise und je nach Art, Schwere und Ort der Erkrankung kommen verschiedene Stoffe zur Anwendung.

    Einsatzgebiete von Antiphlogistika sind:
    • Entzündungen der Haut (zum Beispiel Ekzeme, Akne, Sonnenbrand) und Entzündungen der Schleimhäute (zum Beispiel Entzündungen von Mundschleimhaut und Zahnfleisch)
    • Entzündungen des Bewegungsapparates (zum Beispiel Gelenks-, Muskel-, Sehnen- und Knochenentzündungen sowie entzündlich rheumatische Erkrankungen)
    • Entzündungen von Nerven, zum Beispiel durch Druckschädigung bei Überlastungen und Fehlhaltungen
    • Entzündungen von Drüsengewebe und Sinnesorganen (zum Beispiel Augenentzündungen)
    • Entzündungen von inneren Organen (zum Beispiel Herzmuskelentzündung, Leberentzündung, Nierenentzündung und Entzündungen der Fortpflanzungsorgane)
    • Entzündungen der oberen und unteren Atemwege (zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung, oder Lungenentzündung)
    • Entzündungen des Verdauungssystems (zum Beispiel Entzündungen der Magenschleimhaut oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)
    • Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen.
  • Medikamente gegen Entzündungen, z.B. Rheuma [Med.]

(Definition ergänzt von Jette am 14.09.2016)

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