artig

Definition, Bedeutung

folgsam, artig, anständig, konditioniert, brav, untertänig, gehorsam

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'artig' trennt man wie folgt:

  • ar|tig

Beispielsätze mit dem Begriff 'artig'

  • Wir wollen nun dem Materialismus einen Augenblick zugeben, die Aufbewahrung der physischen Nervenerregungen im Gehirn sei so fein und so artig eingerichtet, dass die Reizung der Retina durch das Bild eines Leichnams in andern Gehirnfasern Oszillationen von solcher Art induziere, dass der Gedanke des Todes und manche andere Vorstellung von widerwärtigem Inhalt entstehe.Quelle: Rudolf Hermann Lotze: Medizinische Psychologie
  • Die hier in Betrachtung genommene, angeborene, große Verschiedenheit der Grundstimmung überhaupt aber hat Shakespeare sehr artig wie folgt geschildert: – Die Natur hat, in ihren Tagen, seltsame Käuze hervorgebracht, einige, die stets aus ihren Äugelein vergnügt hervorgucken und wie Papageien über einen Dudelsackspieler lachen, und andere von so sauertöpfischem Ansehn, daß sie ihre Zähne nicht durch ein Lächeln bloßlegen, wenn auch Nestor selbst schwüre, der Spaß sei lachenswert.Quelle: Arthur Schopenhauer - Aphorismen
  • Daß endlich die späteren stehenden Charaktermasken der latinischen Volkskomödie oder der sogenannten Atellane: Maccus der Harlekin, Bucco der Vielfraß, Pappus der gute Papa, der weise Dossennus - Masken, die man so artig wie schlagend mit den beiden Bedienten, dem Pantalon und dem Dottore der italienischen Pulcinellkomödie verglichen hat -, daß diese Masken bereits der ältesten latinischen Volkskunst angehören, läßt sich natürlich nicht eigentlich beweisen; da aber der Gebrauch der Gesichtsmasken in Latium für die Volksbühne von unvordenklichem Alter ist, während die griechische Bühne in Rom erst ein Jahrhundert nach ihrer Begründung dergleichen Masken an nahm, da jene Atellanenmasken ferner entschieden italischen Ursprungs sind und da endlich die Entstehung wie die Durchführung improvisierter Kunstspiele ohne feste, dem Spieler seine Stellung im Stück ein für allemal zuweisende Masken nicht wohl denkbar ist, so wird man die festen Masken an die Anfänge des römischen Schauspiels anknüpfen oder vielmehr sie als diese Anfänge selbst betrachten dürfen.Quelle: Römische Geschichte, erstes Buch - Theodor Mommsen
(Definition ergänzt von Sienna am 21.09.2016)

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