Augenschein

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Definition, Bedeutung

Augenschein bezeichnet

  • allgemein die Besichtigung bzw. sinnliche Wahrnehmung eines Gegenstandes oder Vorgangs,
  • im Recht die sinnliche Wahrnehmung beweiskräftiger Tatsachen durch den Richter. Der richterliche Augenschein ist ein Beweismittel (vgl. §§ 144, 371f. ZPO, 86 StPO, 96 Absatz 1 VwGO, 81 Absatz 1 FGO, 118 Absatz 1 SGG, 15 Absatz 1 FGG) im deutschen Gerichtsverfahren. Augenschein bedeutet dabei nicht nur betrachten, sondern jede unmittelbare sinnliche Wahrnehmung eines Gegenstands, sei es durch Sehen, Hören, Fühlen oder gar Schmecken und Riechen.

Der Beweis durch Augenschein wird durch die Angabe der zu beweisenden Tatsache und durch die Bezeichnung des Gegenstandes des Augenscheins angetreten.

Die Beweisaufnahme erfolgt durch das Gericht oder einen beauftragten oder ersuchten Richter. Dabei kann angeordnet werden, dass ein Sachverständiger hinzuzuziehen ist.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Augenschein' trennt man wie folgt:

  • Au|gen|schein

Beispielsätze mit dem Begriff 'Augenschein'

  • Wir rechnen zu den Geistesstörungen jene Zustände, die aus irgend welchen Ursachen entstanden nicht nur zu einseitigen Auffassungen und irrigen Ansichten über den Tatbestand gleichgiltiger fernliegender Verhältnisse, nicht nur zu falschen Wertverteilungen und Gefühlen, sondern durch beide diese Verkehrtheiten hindurch, oder auch unabhängig von ihnen, zu einer unwahren Auffassung und Deutung solcher Tatsachen führen, die den gewöhnlichen Umgebungen des Lebens angehören, und dem unbefangnen Augenschein offen stehen.Quelle: Rudolf Hermann Lotze: Medizinische Psychologie
  • Stimmungen der Bitterkeit und des Hohnes, die auf unsere ganze Weltansicht ein ebenso ungerechtes als trübes Licht werfen, halten wir noch für verzeihliche Capricen; wird doch durch sie höchstens der sittliche Wert des Lebens, nicht die historische Genauigkeit seiner Wahrnehmung zerstört! So kommt es, dass in unserer Vorstellung von psychischen Krankheiten, auch dann, wenn wir systematisch die Verstörungen des Gemüts unter sie mit aufnehmen, doch das Bild des Verstandeswahnsinns stillschweigend vorherrscht, und dass wir erst da das Gebiet jener Krankheiten beginnen lassen, wo eine geistige Zerrüttung, mag sie nun im Gemüt oder auf andern Wegen begonnen haben, sich bis zum Widerspruch gegen den Augenschein der Erfahrung steigert.Quelle: Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben - Sigmund Freud
(Definition ergänzt von Evelina am 06.12.2016)

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