Bandscheibendegeneration

Definition, Bedeutung

Abnutzungserscheinung der knorpeligen Zwischenwirbelscheiben, die immer dünner werden. Dieser Verschleißprozess nimmt grundsätzlich mit dem Alter zu und muss daher nicht zwangsläufig krankhaft bedingt sein. Ein starker Verschleiß der Bandscheiben führt jedoch zu einer zusätzlichen Belastung der Wirbelkörper, sodass Wirbelsäulenbeschwerden auftreten. Betroffen sind v. a. die Hals- und die Lendenwirbelsäule.Ursache: Im Lauf des Lebens nimmt die Fähigkeit der Bandscheibe ab, Wasser zu speichern. Die Elastizität des Knorpelgewebes verringert sich dadurch, es entstehen Risse und schließlich wird das entsprechende Bewegungssegment locker. Es droht ein Bandscheibenvorfall. Starke Druckbelastung und mangelnde Bewegung tragen zum frühzeitigen Auftreten der Bandscheibendegeneration bei.Befund: Der Betroffene klagt über Rückenschmerzen, die durch Muskelverspannungen noch verstärkt werden. Die Chondrose (Minderwertigkeit des Knorpels) wird im Röntgenbild als Verringerung des Zwischenwirbelraumes sichtbar.Behandlung: Spezielle Krankengymnastik und Rückenschule können die Beschwerden lindern. Daneben sollte Übergewicht reduziert und das Tragen schwerer Lasten vermieden werden.
(Definition ergänzt von Timon am 30.10.2016)