Baukostenzuschuss

Definition, Bedeutung

Zuschüsse zu Baukosten können aus öffentlichen Mitteln (z. B. Denkmalschutzprogramm, Lärmschutzprogramm) oder von privaten Gebern (z. B. Flughafengesellschaft, Mietern) stammen. Einkommensteuerlich können die Baukostenzuschüsse zu einer Minderung der Herstellungskosten und damit einer Minderung des Abschreibungsbetrags oder zu Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung führen. Hierbei ist zwischen Zuschüssen von Nicht-Mietern und Zuschüssen von Mietern zu unterscheiden.

Werden Zuschüsse von Nicht-Mietern für Herstellungsmaßnahmen gezahlt, so mindern diese die Herstellungskosten und damit die Bemessungsgrundlage der Abschreibung. Befindet sich das Gebäude im Betriebsvermögen kann der Zuschuss wahlweise auch als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung behandelt werden. Bei der Gewährung von Zuschüssen für Erhaltungsmaßnahmen gelten diese Zuschüsse als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Zuschüsse von Mietern können als Mietvorauszahlungen oder als verlorene Zuschüsse geleistet werden. Die Mietvorauszahlungen sind Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und sind im Jahr des Zuflusses zu erfassen. Ein verlorener Mietzuschuss wird wie eine Mietvorauszahlung behandelt.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Baukostenzuschuss' trennt man wie folgt:

  • Bau|kos|ten|zu|schuss
(Definition ergänzt von Linea am 15.10.2016)
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