Baumwolle

  • Definition, Bedeutung

    Die Baumwollpflanze oder Baumwolle ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Aus den Samenhaaren der Sträucher wird die Naturfaser Baumwolle gewonnen. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter und der Stempel zu einer Röhre verwachsen, dem sogenannten Androgynophor.

    Die Samen der Baumwollpflanze sind giftig, sie enthalten bis zu 1,5 % Gossypol.

    Arten

    Es gibt viele Wildarten, aber für den industriellen Anbau sind nur die Kulturbaumwollarten von Bedeutung. Das sind vier Arten, wobei zwei Arten aus der Alten Welt und zwei Arten aus der Neuen Welt stammen. Die beiden Altwelt- Arten sind G. herbaceum L. und G. arboreum L., die beiden Neuwelt- Arten G. hirsutum L. und G. barbadense L. (Synonym G. vitifolium LAM.).

    G. herbaceum und G. arboreum sind diploid, wohingegen G. hirsutum und G. barbadense tetraploid sind. Den größten und damit wichtigsten Anteil an der Baumwollgewinnung hat G. hirsutum. In der Textilindustrie und -verarbeitung unterscheidet man die Baumwolle primär nach ihrer Stapellänge (Faserlänge). Je länger eine Baumwollfaser ist, um so hochwertiger wird sie eingestuft. Die Längengrade werden in der Regel nach drei bis vier Kategorien sortiert, die so auch im Handel zu finden sind. Standard bildet die Upland-Baumwolle aus den USA (ca. 20-25 mm) über die handgepflückte Pima-Baumwolle aus Peru (ca. 30 mm) bis hin zur 40 mm Premium-Sea Island Cotton aus den USA. Unter 10 mm Stapellänge ist für die Textilverarbeitung nicht geeignet

    Produkt

    Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium), gewonnen wird. Die Faser wird meist zu dünnen Fäden gesponnen, aus denen Textilien hergestellt werden können. Baumwollgewebe sind - z. B. gegenüber Kunstfasern - sehr saugfähig; Baumwollstoffe sind subjektiv sehr hautfreundlich (sie "kratzen" nicht) und gelten hinsichtlich ihres Allergiepotentials als äußerst verträglich.

    Etymologie

    Der Name "Baumwolle" leitet sich von den Büscheln langer Fasern in den Früchten der Baumwollpflanze ab, die die Ausbreitung der Pflanzensamen über größere Distanzen ermöglichen. Allerdings ist die Baumwollpflanze trotz des Namens kein Baum, sondern ein Strauch. Viele Pflanzensamen tragen solche Samenhaare (auch Samenwolle), doch nur die der Baumwollpflanze werden zur Textilherstellung verwendet. Wie die tierischen Wollhaare dienen diese Pflanzenfasern als Grundlage zur Herstellung von Fäden und Stoffen.

    Bestandteile

    Bei der Aufarbeitung der Baumwolle gehen nur rund 10 % des Rohgewichtes verloren. Wenn die Wachs-, Eiweiß- und weiteren Pflanzenreste entfernt sind, bleibt ein natürliches Polymer aus Zellulose zurück. Die besondere Anordnung der Zellulose gibt der Baumwolle eine hohe Reißfestigkeit. Jede Faser besteht aus 20-30 Lagen Zellulose in einer gedrehten Struktur. Wenn der Baumwollball - der Fruchtstand der Baumwollpflanze - geöffnet wird, trocknen die Fasern und verhaken sich untereinander. Diese Form wird für das Spinnen zu einem sehr feinen Garn verwendet.

    • jemand versteht plötzlich / beginnt zu begreifen / erkennt die Zusammenhänge / hat einen Einfall 

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Baumwolle' trennt man wie folgt:

  • Baum|wol|le

Beispielsätze mit dem Begriff 'Baumwolle'

  • ungesundester Weise ausgeführt wurden, sind von der Maschine übernommen worden: die Wollkämmer, die unter der schrecklichsten Staubentwicklung, mit den primitivsten Werkzeugen ausgerüstet, ihre Arbeit verrichteten, haben sie der bis zur höchsten Vollkommenheit ausgebildeten Kämmmaschine übergeben müssen, und sowohl das Waschen wie das Krempeln der Baumwolle und der Wolle geschieht auf mechanischem Wege.Quelle: Die Frauenfrage: ihre geschichtliche Entwicklung und wirtschaftliche Seite

(Definition ergänzt von Felina am 31.10.2016)

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