Beanstandung

Definition, Bedeutung

1. Wer bei Erhalt einer gekauften oder bestellten Ware einen Mangel entdeckt, muss diesen beanstanden, um seine Rechte nicht zu verlieren. Für die Mängelrüge hat er allerdings sechs Monate Zeit. Das Gesetz sieht zwar eine Haftung des Verkäufers für Mängel nur vor, wenn diese bereits bei Übergabe der Kaufsache vorgelegen haben (§ 434 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch, BGB), innerhalb dieser sechs Monate muss jedoch der Händler beweisen, dass die verkaufte Sache zum Zeitpunkt der Übergabe keinen Mangel hatte. Insgesamt kann der Verbraucher zwei Jahre lang Sachmängelrechte geltend machen. Nach sechs Monaten kann es jedoch zu Beweisschwierigkeiten kommen (§ 476 BGB).

Die Sachmängelrechte sind stets gegenüber dem Verkäufer geltend zu machen; nur er ist Vertragspartner aus dem Kaufvertrag.

2. Eine Beanstandung ist die Meldung eines Mangels einer Ware beim Hersteller bzw. Verkäufer. Mit Beanstandung sollte im Verkaufsprozess und Vertriebsmanagment professionell umgegangen werden und ein eigener Beanstandungsprozess eingeführt werden.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Beanstandung' trennt man wie folgt:

  • Be|an|stan|dung
  • Be|an|stän|dung

Beispielsätze mit dem Begriff 'Beanstandung'

  • Solange er in fröhlicher Naivität seine Forschungen pflegen konnte, ohne Ahnung der aus ihnen bald erwachsenden Konflikte, teilte er sich auch rückhaltlos mit, und die Beobachtungen aus der Zeit vor seiner Phobie unterliegen auch keinem Zweifel und keiner Beanstandung.Quelle: Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben - Sigmund Freud
(Definition ergänzt von Veronica am 17.09.2016)

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