Behalten

Definition, Bedeutung

1. etwas behalten
a bei sich lassen, nicht weggeben, nicht hergeben; kann ich das Tagebuch behalten, oder willst du es wiederhaben?; die Mütze auf dem Kopf behalten nicht abnehmen; der Kranke kann nichts (bei sich) behalten er erbricht alle Nahrung; etwas für sich behalten es nicht weitererzählen
b sich merken; das kann ich nicht alles behalten; eine Adresse im Kopf, im Gedächtnis behalten

2. jmdn. behalten in der Wohnung, in der Familie bei sich lassen; jmdn. (als Gast) über Nacht behalten; wir hoffen, dass wir unseren Großvater noch lange behalten dass er noch lange mit uns, bei uns lebt

3. Speichern, langfristig im Gedächtnis bleiben; in der Komplexität eine mit Erinnern und Problemlösen vergleichbare kognitive Leistung (Kognition, Gedächtnis).

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Behalten' trennt man wie folgt:

  • be|hal|ten

Beispielsätze mit dem Begriff 'Behalten'

  • Weil eben jeder Zustand, für die Zeit seiner Dauer, notwendig und daher mit vollstem Rechte vorhanden ist; so sieht jedes Jahr, jeder Monat, jeder Tag aus, als ob nun endlich er Recht behalten wollte, für alle Ewigkeit.Quelle: Arthur Schopenhauer - Aphorismen
  • Daher kommt es, daß sie bei allem, was gesagt wird, sogleich an sich denken und jede zufällige, noch so entfernte Beziehung auf irgend etwas ihnen Persönliches ihre ganze Aufmerksamkeit an sich reißt und in Besitz nimmt; so daß sie für den objektiven Gegenstand der Rede keine Fassungskraft übrig behalten; wie auch, daß keine Gründe etwas bei ihnen gelten, sobald ihre Interesse oder ihre Eitelkeit denselben entgegensteht.Quelle: Römische Geschichte, erstes Buch - Theodor Mommsen
(Definition ergänzt von Merle am 21.10.2016)

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