Beistellung

Definition, Bedeutung

1. Damit ein Stromanbieter Strom in ein fremdes Netz leiten kann, muss er mit dem Netzbetreiber eine Durchleitungsvereinbarung getroffen haben. In dieser werden verschiedene Punkte geregelt, beispielsweise die Netznutzungsgebühr. Sollte keine Einigung über eine Durchleitung getroffen werden können, gibt es noch die Möglichkeit der Beistellung. Der neue Stromanbieter lässt den Strom vom Netzbetreiber vor Ort "beistellen", leitet seinen Strom also nicht durch. Er kauft den teuren Strom, um seinen Kunden in diesem Ort überhaupt Strom liefern zu können. Oftmals schreibt er damit rote Zahlen, denn er verkauft den Strom billiger, als er ihn einkauft. Aus diesem Grund können "Beistellungsverträge" nur befristet sein, bis eine endgültige Durchleitungsvereinbarung getroffen wird.

2. Die Beistellung (Vorschubbewegung) ist die Vorbewegung der Schleifscheibe oder des Fräswerkzeuges gegen das Werkstück in einer Werkzeugmaschine, die entweder radial, schrittweise oder stetig verlaufen kann, von Hand oder selbsttätig. So wird z. B. ein Fräskopf über ein Stück Holz geführt, um eine Nut einzufräsen.

3. Zu einer Bestellung einer Firma an einen Lieferanten kann die bestellende Firma Halbzeuge oder Bauteile beistellen, die dann vom Lieferanten z.B. in Form eines Werkvertrages zum fertigen Produkt verarbeitet werden.
Unterschieden wird hier zwischen kostenpflichtiger und kostenloser Beistellung. Bei der kostenpflichtigen Beistellung kauft der Lieferant das Halbzeug bei der bestellenden Firma zu einem festgelegten Preis, der dann in die Kalkulation des Verkaufspreises des Lieferanten an den Bestellenden einfließt. Bei der kostenlosen Beistellung erhält der Lieferant keine Rechnung für das beigestellte Material, sondern die bestellende Firma verbucht den Materialfluß intern.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Beistellung' trennt man wie folgt:

  • Bei|stel|lung
(Definition ergänzt von Juna am 15.10.2016)
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