Beitragsbemessungsgrenze

Was ist eine Beitragsbemessungsgrenze?

Definition, Bedeutung

Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Betrag eines Arbeitsentgelts, bis zu dem Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (Sozialversicherung) erhoben werden. Über diese Grenze hinausgehende Entgeltanteile bleiben beitragsfrei.

Die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich per Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung festgelegt. 2008 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung bei einem monatlichen Bruttoarbeitsentgelt von 5.300 Euro (West) bzw. 4.500 Euro (Ost).

In der Kranken- und Pflegeversicherung gilt die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze von 3.600 Euro pro Monat. Pflichtversichert sind alle abhängig Beschäftigten mit Arbeitsentgelten bis 4.012,50 Euro pro Monat. Seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform am 1.4.2007 dürfen Arbeitnehmer dann in die private Kranken- und/oder Pflegeversicherung wechseln, wenn sie in den vergangenen drei Jahren sowie voraussichtlich im laufenden Jahr mehr verdient haben als die Versicherungspflichtgrenze.

Während die Beitragsbemessungsgrenze die Beitragspflicht zur gesetzlichen Sozialversicherung nach oben begrenzt, legt die Geringfügigkeitsgrenze fest, bis zu welcher Höhe Arbeitsentgelte beitragsfrei sind. Beitragsbemessungs- und Geringfügigkeitsgrenze zusammen bestimmen das sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt.

(Die Rechengrößen in der Sozialversicherung, die ab 1. Januar 2015 gelten, hat der Bundesrat am 7. November 2014 verabschiedet.)

2015: 4.125,00 Euro monatlich / 49.500 Euro pro Jahr

2014: 4.050,00 Euro monatlich / 48.600 Euro pro Jahr

2013: 3.937,50 Euro monatlich / 47.250 Euro pro Jahr

Die Beitragsbemessungsgrenze markiert den Wert, bis zu dem das Monatseinkommen der Beschäftigten zur Bemessung der Versicherungsbeiträge herangezogen wird. Wer also mehr verdient, zahlt für das darüber liegende Gehalt keinen Krankenkassenbeitrag mehr.

Die Veränderung entspricht der jährlichen Anpassung an die Gehaltsentwicklung in Deutschland.

Anders als in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gibt es in der Renten- und Arbeitslosenversicherung noch immer getrennte Rechtskreise West und Ost. Auch hier gilt: Nur bis zum Grenzwert wird das monatliche Gehalt zur Berechnung des Beitrags in der Renten- und Arbeitslosenversicherung zu Grunde gelegt.


Alte Bundesländer:

2015: 6.050,00 Euro monatlich / 72.600,00 Euro pro Jahr

2014: 5.950 Euro monatlich / 71.400 Euro pro Jahr

2013: 5.800 Euro monatlich / 69.600 Euro pro Jahr


Neue Bundesländer:

2015: 5.200,00 Euro monatlich / 62.400 Euro pro Jahr

2014: 5.000 Euro monatlich / 60.000 Euro pro Jahr

2013: 4.900 Euro monatlich / 58.800 Euro pro Jahr


Beitragsbemessungsgrenze Knappschaftliche Rentenversicherung

Alte Bundesländer:

2015: 7.450,00 Euro monatlich / 89.400 Euro pro Jahr

2014: 7.300 Euro monatlich / 87.600 Euro pro Jahr

2013: 7.100 Euro monatlich / 85.200 Euro pro Jahr

 
Neue Bundesländer:

2015: 6.350,00 Euro monatlich / 76.200 Euro pro Jahr

2014: 6.150 Euro monatlich / 73.800 Euro pro Jahr

2013: 6.050 Euro monatlich / 72.600 Euro pro Jahr
Quelle: http://www.aok-bv.de/zahlen/gesundheitswesen/index_00529.html

Video

Video zu Beitragsbemessungsgrenze:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=NJMGHPHg9Vs

Schreibweise

Die richtige Schreibweise ist: Beitragsbemessungsgrenze

Wortart

Beitragsbemessungsgrenze ist ein Substantiv, Nomen (Hauptwort).

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Beitragsbemessungsgrenze' trennt man wie folgt:

  • Bei|trags|be|mes|sungs|gren|ze
(Definition ergänzt von Lilith am 01.10.2016)