bescheiden

Definition, Bedeutung

I. jmdn. bescheiden [geh.]

1. jmdm. Bescheid, Nachricht geben; jmdn. abschlägig bescheiden

2. kommen lassen, zu kommen bitten; jmdn. an einen Ort bescheiden, zu sich bescheiden

II.II [mit Dat. und Akk.] jmdm. etwas bescheiden zuteilwerden lassen; das Schicksal hat mir beschieden, dass ich …, hat es mir leider nicht beschieden; ihm war kein Erfolg beschieden

III. [refl.] sich bescheiden sich zufriedengeben, sich begnügen; sich mit wenigem bescheiden

IV. [Adj. ]

1. genügsam, ohne große Ansprüche; ein bescheidener Mensch; er ist, lebt sehr bescheiden

2. nicht eingebildet, zurückhaltend, sich nicht in den Vordergrund stellend; er tritt bescheiden auf

3. einfach; eine bescheidene Mahlzeit; ein bescheidenes Hotel

4. [ugs.] mittelmäßig, nicht besonders gut; dein Zeugnis ist ja ziemlich bescheiden; mir geht es bescheiden

5. [verhüllend für] beschissen

Beispielsätze mit dem Begriff 'bescheiden'

  • Nach einem Geplauder mit dem Polizeidiener an der Straßenecke über eine wahrscheinliche Wetterveränderung kehrt der Neunuhrbiermann nach dem Hause seines Herrn zurück und beschäftigt sich für den Rest des Abends damit, daß er eifrig das Schenkstübchenfeuer schürt und bescheiden an der Unterhaltung der davor versammelten Gäste teilnimmt.Quelle: Römische Geschichte, erstes Buch - Theodor Mommsen
  • Aber er schätzte andere nicht nach ihrem Reichtum ein und zeigte sich bei vielen Gelegenheiten vielmehr bescheiden, hilfsbereit und mitleidig.Quelle: Joseph Roth - Das Spinnennetz
(Definition ergänzt von Ramon am 28.09.2016)

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