beschwichtigen

  • Definition, Bedeutung

    1 jmdn. b. jmds. Erregung, Zorn dämpfen

    2 etwas b.
    a dämpfen, mildern; jmds. Zorn b.
    b beruhigen; sein Gewissen b. [

    • die Grenze des Erlaubten / Möglichen / Tolerierbaren überschreiten; Ereignis, das eine Situation zum Eskalieren bringt; auslösender Faktor 

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'beschwichtigen' trennt man wie folgt:

  • be|schwich|ti|gen

Beispielsätze mit dem Begriff 'beschwichtigen'

  • Die unzureichende Kraft dieser in ihrer Zersplitterung zu wenig eindringlichen Wahrnehmungen regt die Erkenntnis zu keiner entschlossenen und vollständigen Untersuchung auf; mit kleinen und unvollständigen Aushilfen beschwichtigen wir uns für jeden einzelnen Fall, und so bringt dies allmähliche Verwachsen des Geistes mit seinen Gegenständen nur eine unzusammenhängende Ablagerung von Eindrücken hervor, deren jeder ein halbgelöstes Rätsel in sich schließt.Quelle: Rudolf Hermann Lotze: Medizinische Psychologie
  • Ambrosius eilt in die Kirche, um das Volk zu beschwichtigen, hat aber kaum zu reden begonnen, als ihn alle, sowohl Katholiken als Arianer, zum Bischof ausrufen.Quelle: Geschichte der Völkerwanderung - Felix Dahn
  • Er hielt sich in seinem Laden, solange er den Hauswirt beschwichtigen konnte, und als ihm der endlich keine Ruhe mehr ließ, verschloß er kaltblütig die Tür und ging ganz ruhig davon.Quelle: Charles Dickens - Londoner Skizzen - Sketches by Boz
  • Selbst Frankreich ließe sich beschwichtigen, wenn man ihm klar machte, daß es gegen die Regeln der Staatskunst verstoße, im Kriege einen so mächtigen Gegner wie Sachsen in seinem Rücken zu lassen.Quelle: Aus den Politischen Testamenten - Friedrich II. von Preußen
  • Das Kind benimmt sich hiebei wie der Erwachsene, indem es seine Libido in Angst verwandelt, sowie es sie nicht zur Befriedigung zu bringen vermag, und der Erwachsene wird sich dafür, wenn er durch unbefriedigte Libido neurotisch geworden ist, in seiner Angst wie ein Kind benehmen, sich zu fürchten beginnen, sowie er allein, das heißt ohne eine Person ist, deren Liebe er sicher zu sein glaubt, und diese seine Angst durch die kindischesten Maßregeln beschwichtigen wollen Die Aufklärung über die Herkunft der kindlichen Angst verdanke ich einem dreijährigen Knaben, den ich einmal aus einem dunklen Zimmer bitten hörte: »Tante, sprich mit mir; ich fürchte mich, weil es so dunkel ist.Quelle: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie - Sigmund Freud

(Definition ergänzt von Timon am 19.10.2016)

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