Besitzerwerb

Definition, Bedeutung

Besitzerwerb

Der Besitz an einer Sache wird erworben, durch die Erlangung der tatsächlichen Sachherschaft (§ 854 Abs. 1 BGB) mit dem erkennbaren Willen diese auch auszuüben zu wollen (Besitzerwerbswille). Für den Willen ist ein natürlicher Wille ausreichend, denn auch Geschäftsunfähige haben können.

tatsächliche Sachherrschaft

Besitzerwerbswille

Bei Räumen ist ein generelle Besitzwille der sich auf alle Sachen in diesen Räumen bezieht ausreichend. D.h. dass eine in solchen Räumen verlorgengegangen Sache sich auch ohne konkrete Kenntnis des Besizers in dessen Besitz befindet.

Ein Besitzerwerb kann auch dann eintreten, wenn der Erwerber in der Lage ist, die tatsächliche Sachherrschaft auszuüben und Erwerber und bisheriger Besitzer sich über den Übergang geeinigt haben (§ 854 Abs. 2 BGB). Dafür muss der bisherige Besitzer seine tatsächliche Gewalt aber vollständig aufgeben (sieh z.B. BGZH 27, 360).
(Definition ergänzt von Lisann am 13.09.2016)
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