Beweis

Definition, Bedeutung

  • (Recht) Beweise für einen zivilrechtlichen Anspruch oder die Schuld eines Angeklagten können durch Vernehmung der Zeugen oder der Prozesspartei, durch Gutachten oder Anhörung von Sachverständigen, Urkunden oder durch "Augenschein", also Begutachtung und Beurteilung durch den Richter, erhoben werden.
    Beispiel: A macht einen Anspruch aus Kaufpreiszahlung aus einem am 1.5.2007 mündlich geschlossenen Vertrag geltend. B bestreitet diesen Vertrag. Da die Tatsache des Vertragsschlusses nicht mehr der Wahrnehmung zugänglich ist, bietet A als Beweis die Aussage des C an, der bei dem Vertragsschluss dabei war. Wenn das Gericht die Aussage des C für glaubhaft hält, kann es aus dieser Tatsache auf den Vertragsabschluss schließen.
  • Beweis (Mathematik)
    Ein Beweis ist in der Mathematik die als fehlerfrei anerkannte Herleitung der Richtigkeit bzw. der Unrichtigkeit einer Aussage aus einer Menge von Axiomen, die als wahr vorausgesetzt werden, und anderen Aussagen, die bereits bewiesen sind. Um den Beweis klar vom gültigen Schluss zu unterscheiden, spricht man auch vom axiomatischen Beweis.

    Umfangreichere Beweise von mathematischen Sätzen werden in der Regel in mehrere kleine Teilbeweise aufgeteilt, siehe dazu Satz und Hilfssatz.

    In der Beweistheorie, einem Teilgebiet der mathematischen Logik, werden Beweise formal als Ableitungen aufgefasst und selbst als mathematische Objekte betrachtet, um etwa die Beweisbarkeit oder Unbeweisbarkeit von Sätzen aus gegebenen Axiomen selbst zu beweisen.
  • Beweis (Logik)
    Ein Beweis ist eine Reihe von logischen Schlussfolgerungen, die die Wahrheit eines Satzes auf als wahr Angenommenes zurückführen.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Beweis' trennt man wie folgt:

  • Be|weis

Beispielsätze mit dem Begriff 'Beweis'

  • Sollte diese Unterscheidung richtig sein, so würde sie eben den Beweis geben, dass die Natur des Seelenlebens, in welchem Tiere und Menschen eine vollständige nie bezweifelte Analogie zeigen, in ihren Grundzügen für sich verständlich und von dem Prädikate der Freiheit wenigstens nicht durchaus abhängig sei.Quelle: Aus den Politischen Testamenten - Friedrich II. von Preußen
(Definition ergänzt von Anna am 20.10.2016)

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