bienenstich

Definition, Bedeutung

Bienenstich ist ein traditioneller Blechkuchen aus Hefeteig mit einem Belag aus einer Butter-Zucker-Mandel-Masse, die beim Backen karamellisiert. Häufig wird er auch mit einer Vanille- oder Sahnecreme gefüllt.

Zur Zubereitung wird ein süßer Hefeteig mit Milch, Butter und Zucker hergestellt, fingerdick auf ein Backblech ausgerollt, und eine vorbereitete Masse aus blättrig geschnittenen Mandeln, die in einer heißen Pfanne mit Butter und Zucker vermischt wurden, nach dem Abkühlen auf dem Teig verteilt. Soll der Kuchen gefüllt werden, wird er nach dem Backen waagerecht in zwei Platten zerschnitten und die Creme dazwischen gegeben.

Nach den Leitsätzen für feine Backwaren des Deutschen Lebensmittelbuchs muss der Anteil des Belags mindestens 20 % des Teiggewichts betragen; 30 % des Belags muss aus Ölsaaten bestehen.

Die Herkunft des Namens "Bienenstich" ist unklar. Einer Legende nach planten 1474 die Einwohner von Linz am Rhein einen Angriff auf ihre Nachbarstadt Andernach, da der Kaiser den Linzern den Rheinzoll entzogen und den Andernachern zugesprochen hatte. Am besagten Morgen jedoch gingen zwei Andernacher Bäckerlehrlinge die Stadtmauer entlang und naschten aus den dort hängenden Bienennestern. Als sie die Angreifer sahen, warfen sie die Nester nach ihnen, so dass die Linzer - von den Bienen gestochen - flüchten mussten. Zur Feier wurde ein besonderer Kuchen gebacken - der Bienenstich.

Der Stich einer Biene.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'bienenstich' trennt man wie folgt:

  • Bie|nen|stich
(Definition ergänzt von Joyce am 20.10.2016)
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