Blutwerte

  • Definition, Bedeutung

    Das Blut ist für einen Arzt eine ganz besondere Flüsigkeit. Um bei akuten oder chronischen Beschwerden eine Diagnose stellen zu können bzw. einen Krankheitsverlauf beurteilen zu können, liefert das Blut neben vielen anderen diagnostischen Untersuchungsmethoden die im Blut enthaltenen Bestandteile besonders wertvolle Informationen. Es muss allerdings festgestellt werden, dass eine Untersuchung eine Momentaufnahme ist und bei Abweichungen nach oben oder unten vom so genannten Referenzwert eine Kontrolluntersuchung in Betracht gezogen werden sollte. Wenn beispielsweise ein Harnsäurewert auch bei einer Kontrolluntersuchung den Referenzwert überschreitet, ist dieses ein Indikator für eine krankhafte Veränderung, die einer Behandlung bedarf.

    Eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen kann in einer mangelhaften Auszählung durch das Laborpersonal, in einer akuten Infektion (der Körper kämpft gegen die krankmachenden Eindringlinge) oder in einer ernsten Erkrankung begründet sein. Um diese Unsicherheiten einzugrenzen, wird ein Arzt ergänzende Untersuchungsmethoden anwenden.

    Damit aber die Blutanalyse keine verfälschten Werte ergeben, die in der Person des Patienten liegen, sind bestimmte Verhaltensregeln vor der Blutentnahme einzuhalten. So darf der Patient grundsätzlich 12, besser 14 Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung mehr aufnehmen ("nüchtern" bedeutet in diesem Zusammenhang nichts essen, kein Koffein, kein Nikotin und möglicht nur Wasser trinken) oder bei der Bestimmung der Triglyceride 24 Stunden vorher keine größeren körperlichen Arbeiten verrichten. Je nach dem, welche Werte bestimmt werden sollen, wird der Arzt bei einem Vorgespräch entsprechende Verhaltensregeln geben.
    • allgemein übliche Vorgehensweise sein 

(Definition ergänzt von Oliver am 30.10.2016)

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