bolusapplikation

Definition, Bedeutung

Die intermittierende Applikation wird gelegentlich auch als Bolusapplikation bezeichnet. Im Zusammenhang mit enteraler Ernährung sollte der Begriff Bolus jedoch nicht verwendet werden, da die Bolusapplikation im eigentlichen Sinne die Verabreichung einer Substanz per Spritze in einem sehr kurzen Zeitraum ist.

Häufig kommt es bei dieser Applikationsform zu unerwünschten Begleiterscheinungen wie Erbrechen und Durchfällen, weil in der „Praxis“ die Betitelung „Bolusapplikation“ falsch interpretiert wird. Auch bei dieser Applikationsform gilt: Langsame Gabe über mehrere Minuten und nicht im Bolus, denn bei der portionsweisen Gabe von Sondennahrung muss aus physiologischen Gründen eine Zeitspanne eingehalten werden, die in etwa der Zeit der normalen oralen Nahrungsaufnahme entspricht. Dies sind ca. 20 Minuten für eine Portion von 200 ml.
(Definition ergänzt von Luca am 04.10.2016)
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