Bookbuilding-Verfahren

Definition, Bedeutung

Verfahren der Preisermittlung bei der Ausgabe neuer Aktien, das in vier Stufen unterteilt werden kann:

2. In der "Pre-Marketing-Phase" werden durch Werbe- und Presseaktionen potentielle Großanleger auf die bevorstehende Emission aufmerksam gemacht. Man versucht durch Vorgabe einer Spanne für den Emissionskurs eine Richtgröße für den späteren Emissionskurs herauszuarbeiten.

2. In der nachfolgenden "Marketing-Phase" werden die potentiellen institutionellen Großinvestoren gezielt angesprochen.

3. Beim sich anschließenden "Order-Taking" geben die Investoren ihre Zeichnungswünsche ab, wobei die Preisspanne definiert ist. Nun wird ein Profil erstellt, das Investortypen (z.B. Fonds, Versicherungen etc.), Qualität der Investoren (es wird ein möglichst hohe zeitliche Bindung angestrebt) und regionale Verteilung in Betracht zieht. Konsortialführer und Emittent legen dann auf der Basis dieser Informationen den Emissionspreis fest.

4. Schließlich werden in der "Zuteilungsphase" den Konsorten durch eine directed allocation die Zuteilungsquoten für die Investoren vorgegeben. Darüber hinaus können Banken nach eigenem Ermessen weitere Zuteilungen gewähren (free allocation).
(Definition ergänzt von Rahel am 02.10.2016)
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