Bosporus

Definition, Bedeutung

Der Bosporus (griechisch für Kuh- oder Ochsenfurt, von βοῦς boũs "Rind, Ochse" und πόρος póros "Weg, Furt"; türkisch Boğaz, "Schlund", bzw. Karadenizi Boğazı für "Schlund des Schwarzen Meeres"; veraltet "Straße von Konstantinopel") ist eine Meerenge zwischen Europa und Kleinasien, die das Schwarze Meer (in der Antike: Pontos Euxeinos) mit dem Marmarameer (in der Antike: Propontis) verbindet; daher stellt er einen Abschnitt der südlichen Innereurasischen Grenze dar. Auf beiden Seiten der Meerenge befindet sich die Stadt İstanbul. Der Bosporus hat eine Länge von ca. 30 km und eine Breite von minimal 700 m und maximal bis zu 2,5 Kilometer. In der Mitte variiert die Tiefe zwischen 36 und 124 m (bei Bebek). Zwei gegenläufige Strömungen fließen an der Oberfläche vom Schwarzen Meer zum Marmarameer (große Flüsse münden in das Schwarze Meer und führen zu einem Wasserüberschuss) und in etwa 40 m Tiefe als Gegenströmung in umgekehrte Richtung (unterschiedliche Salinität: Mittelmeer 3,6 - 3,9 Gewichtsprozent, Schwarzes Meeres 1,7 - 1,8; salziges Wasser ist schwerer). Die Oberströmung ist nachmittags stärker als vormittags; nur bei Südwestwind kehrt sich die Oberströmung um und fließt dann nach Norden.

Die Durchfahrtsrechte für die internationale Schifffahrt wurden 1936 im Vertrag von Montreux geregelt.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Bosporus' trennt man wie folgt:

  • Bos|po|rus
(Definition ergänzt von Soey am 25.09.2016)
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