Carprofen

Definition, Bedeutung

Carprofen ist ein in der Veterinärmedizin häufig eingesetztes, nichtsteroidales Antiphlogistikum aus der Gruppe der Aryl-Propionsäure-Derivate. In der Humanmedizin ist der Wirkstoff nicht zugelassen.
Carprofen gehört zu den sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (non steroidal anti inflammatory drugs, NSAID) und hat eine starke schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung. Der Wirkungsmechanismus beruht wie bei allen NSAID auf der Hemmung der Cyclooxygenasen (COX), welche die Bildung von Prostaglandinen, Prostacyclin und Thromboxan aus Arachidonsäure katalysiert. Die Spezifität zur Cyclooxygenase-2 (COX-2) ist tierartlich sehr variabel, von schwach bei Hunden bis ausgeprägt bei Pferden und Katzen. Die Thromboxan- und Prostaglandin-E-Bildung wird jedoch nur wenig beeinflusst. Vermutlich beruht die Hauptwirkung von Carprofen eher auf der Hemmung des Enzyms Phospholipase A₂, welches in den Zellen Arachidonsäure aus Phospholipiden freisetzt, wodurch weniger Substrat für die Prostaglandinsysnthese zur Verfügung steht.
(Definition ergänzt von Ann am 11.09.2016)
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