Chalkosin

Definition, Bedeutung

Chalkosin ist ein wichtiges Kupfererz. Es wird seit Jahrhunderten abgebaut und ist das profitabelste Kupfererz. Der Grund ist der hohe Kupfergehalt (67% Atomverhältnis und nahezu 80% des Gewichts) und das einfache Separieren des Kupfers vom Schwefel. Wegen seiner Knappheit ist es aber nicht das primäre Erz für Kupfer. Die reichsten Chalkosin-Lagerstätten wurden bereits abgebaut, einige kleinere Vorkommen werden jedoch noch ausgebeutet.

Chalkosin entsteht durch die Umwandlung von primären Kupfermineralien, die durch Sauerstoff oberhalb der Grundwasserlinie angegriffen werden. Das oxidierte Kupfer fließt abwärts unter den Grundwasserspiegel, wo es mit den primären Erzen reagiert und das Kupfer wird wieder ein Sulfid, meistens Chalkosin. Erzkörper mit einer Schicht aus Chalkosin, die den aktuellen oder früheren Grundwasserspiegel darstellt, wird als "Chalkosin Decke" bezeichnet. Diese Decke ist reicher an Kupfer als die darüber liegende Oxidationsschicht und für gewöhnlich auch reicher an Kupfer als die darunter liegende primäre Erzschicht. Die Chalkosin Decke stellt eine wahre Goldgrube dar.
(Definition ergänzt von Sonja am 28.10.2016)
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