Chemiefaser

Definition, Bedeutung

Chemiefasern sind im Gegensatz zu Naturfasern künstlich hergestellte Fasern, die nicht durch natürliche Prozesse entstanden sind. Die Gruppe der Chemiefasern werden in Chemiefasern aus natürlichen Polymeren und Chemiefasern aus synthetischen Polymeren unterteilt:
  1. Chemiefasern aus natürlichen Polymeren

    Die Grundsubstanz für Chemiefasern aus natürlichen Polymeren ist Zellulose. Die Zellulose wird mittels chemischer Verfahren [z.B. Viskoseverfahren, Acetatverfahren, Lösemittelverfahren] zur Spinnmasse verwandelt, damit daraus die Fasern ausgesponnen werden können. Beispiele: Viskose, Cupro Modal, Lyocell, Acetat, Triacetat, Polynosic.
  2. Chemiefasern aus synthetischen Polymeren

    Hier wird die Spinnmasse aus einzelnen Polymeren in einer chemischen Reaktion hergestellt. Dabei werden drei Verfahren unterschieden: Polymerisation, Polykondensation & Polyaddition. Beispiele: Polyester, Polyamid, Polyacryl, Elasthan, Polypropylen, Polyurethan.
  3. Erspinnung der Chemiefasern

    Die fertige Spinnmasse der Chemiefasern wird durch verschiedene Spinnverfahren zu den fertigen Fasern ausgesponnen. Diese drei Verfahren sind das Naßspinnverfahren, das Trockenspinnverfahren und das Schmelzspinnverfahren.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Chemiefaser' trennt man wie folgt:

  • Che|mie|fa|ser
(Definition ergänzt von Alma am 17.09.2016)

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