chylomikronen

  • Definition, Bedeutung

    Chylomikronen sind Fettpartikel von 0,5–1,0 µm Durchmesser, sie werden vom Dünndarm in die Blutbahn sezerniert. Sie bestehen im Kern hauptsächlich aus Triacylglyceriden und Cholesterinestern; während die Hülle aus Phospholipiden, Cholesterin und den Apolipoproteinen A-I & II, B–48, C-II & III sowie E. Sie dienen im Blutplasma dem Transport des durch den Darm aufgenommenen Nahrungsfettes hin zur Leber.

    Sie werden in den Zellen des Darmes gebildet und enthalten:
    • 1 % Eiweiß
    • 6 % Cholesterin
    • 4 % Phospholipide
    • 89 % Triglyceride
    Chylomikronen gelangen über Lymphgefäße und den Milchbrustgang (Ductus thoracicus) in die Blutbahn. So transportieren sie Triacylglyceride und Cholesterin aus der Nahrung in den Organismus. Während ihres Aufenthalts im Kreislauf spaltet die Lipoprotein-Lipase einen Teil der in den Chylomikronen enthaltenen Triglyceride, die entstehende Fettsäuren werden dann vom Gewebe aufgenommen und verbraucht oder gespeichert (Adipocyten). So werden die Chylomikronen auf dem Weg zu Chylomikronen-Remnants abgebaut, gelangen schließlich zur Leber, wo sie durch Rezeptor-vermittelte Endocytose aufgenommen werden. Wird ca. 10 Stunden keine Nahrung aufgenommen, sind Chylomikronen nicht mehr nachweisbar.
  • Lipoproteine, die im Blutplasma dem Transport des durch den Darm aufgenommenen Nahrungsfetten und Proteinen ermöglichen. [Med.]

(Definition ergänzt von Arthur am 06.09.2016)

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