Analogiebildung

Definition, Bedeutung

Bei der Methode der Analogiebildung wird versucht, eine Lösung eines Problems aus dem einen Bereich auf ein Problem aus dem anderen Bereich zu übertragen. Eine Analogie besteht dann, wenn mindestens ein Merkmal eines Analogieobjektes auch Merkmal des Suchobjektes ist.

Man spricht von Struktureller Analogie, wenn eine völlige oder zumindest partielle Übereinstimmung der Struktur des Analogie- und des Suchobjektes vorliegen. Funktionelle Analogie ist dagegen dadurch charakterisiert, daß sich die Systeme in ihren Elementen und in ihrem strukturellen Aufbau unterscheiden, aber dieselbe Funktion erfüllen. Analogiebildung bedeutet nicht das direkte Übernehmen der gefundenen Lösung, es handelt sich vielmehr um eine komplexe Denkweise auf der Basis des Schlussfolgerns.

Man unterscheidet:
  • Technik-Analogie: Aufdecken ähnlicher technischer Funktionen / Strukturen
  • Natur-Analogie: Aufdecken ähnlicher biologischer Funktionen / Strukturen (auch "Bionische Analogie")
    Durch die Evolution hat sich in der Natur im Laufe der Zeit die jeweils beste Lösung durchgesetzt. Somit stellt die Natur ein hervorragendes Arsenal an Lösungen für die unterschiedlichsten Probleme dar /Albr-98/.
Einsatzgebiet

Die Methode der Analogiebildung wird vorwiegend zum Finden neuer technischer Lösungen eingesetzt. Sie ist hilfreich für geübtere Entwickler, um bei Phantasielosigkeit zu völlig neuen Lösungen zu gelangen.

Verbreitung

Die Methode wird vorwiegend in Unternehmen eingesetzt, welche die Entwicklung innovativer Produkte anstreben.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Analogiebildung' trennt man wie folgt:

  • Ana|lo|gie|bil|dung
(Definition ergänzt von Nora am 09.10.2016)
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