Apperzeption

  • Definition, Bedeutung

    Apperzeption (aus neulat. adpercipere hinzuwahrnehmen) von Leibniz wird im Unterschied zu Perzeption für den seelischen Vorgang gebraucht, durch den sinnlich Gegebenes mittels Aufmerksamkeit und Gedächtnis aufgefasst, angeeignet, ins Bewusstsein erhoben und in den Bewusstseinszusammenhang eingeordnet wird (Monadologie, verfasst 1714, dt. 1720, LS 14;Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand, vermutlich 1707, Buch II: Von den Ideen, Kap. 1 f.).

    Kant unterschied zwischen der psychologischen oder empirischen Apperzeption, dem Vermögen des Verstandes, klare Vorstellungen aus der sinnlichen Wahrnehmung zu bilden und die mannigfaltigen Anschauungen durch Tätigkeit des inneren Sinnes zu einer einheitlichen Vorstellung zusammenzufassen, und der reinen oder transzendentalen Apperzeption als dem Vermögen des Bewusstseins überhaupt, das Verstand und Vernunft umschließt und aus dem die allgemeingültige und notwendige Einheit aller Verstandes- und Vernunfterkenntnisse entspringt.

    Ein moderner Begriff, der dem der Apperzeption nahesteht, ist der der Kognition.
    • jemanden muss laut weinen; jemand beklagt sich 

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Apperzeption' trennt man wie folgt:

  • Ap|per|zep|ti|on

Beispielsätze mit dem Begriff 'Apperzeption'

  • Jeder Nervenreiz, der überhaupt eine Empfindung veranlaßt, tritt dadurch auch in unser Bewußtsein ein, aber die Sprache unterscheidet mit Recht von dieser einfachen Perzeption jene Apperzeption, durch welche wir uns einer Wahrnehmung bewußt werden.Quelle: Rudolf Hermann Lotze: Medizinische Psychologie

(Definition ergänzt von Leander am 30.10.2016)

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