bedauern

Definition, Bedeutung

Be|dau|ern [n. -; nur Sg.]
1 (förmlich ausgedrückte) Reue; ich nehme meine Behauptung mit B. zurück
2 leichtes Mitleid; jmdm. sein B. ausdrücken 3 leichte Betrübnis; etwas mit B. zur Kenntnis nehmen; zu meinem B. muss ich sagen …

be|dau|ern [ hat bedauert; mit Akk.]
1 etwas b. etwas schade, unerfreulich finden; einen Vorfall b.; ich bedauere, bedaure sehr, dass es so gekommen ist; bedaure! (eigtl.: ich bedaure es) es tut mir Leid!, leider nicht!
2 jmdn. b. Mitleid mit jmdm. haben

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'bedauern' trennt man wie folgt:

  • be|dau|ern

Beispielsätze mit dem Begriff 'bedauern'

  • Nach einer Pause, die so lang war, wie der Anstand sie zuließ, erhob er sich; allein, wie es in den Zeitungsberichten heißt, »wir bedauern, gänzlich außerstande zu sein, den Inhalt der Rede des ehrenwerten Herrn wiederzugeben«.Quelle: Der Leib des Vaters Christian Rosenkreuz
  • Nachdem die anderen »loyalen und patriotischen« Gesundheiten mit allem gebührenden Enthusiasmus getrunken sind, der Herr mit dem losen Halstuche ein komisches, und einer seiner Freunde ein rührendsentimentales Lied gesungen hat, kommt der Haupttoast des Abends an die Reihe: »Heil und Gedeihen dem Vereine der Armen-Waisen-Freunde!« Wir müssen uns hier abermals der Zeitungsphraseologie bedienen und unser Bedauern ausdrücken, »außerstande zu sein, auch nur das Wesentliche der Standrede des edlen Lords wiederzugeben«.Quelle: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie - Sigmund Freud
  • Freilich bleibt es zu bedauern, daß die Überlieferung uns eben hier im Stich läßt.Quelle: Bruchstück einer Hysterie-Analyse - Sigmund Freud
  • Doré und Stradanus, meint er dann, haben uns etwas von der Welt des Dante gegeben, Blake und Botticelli hingegen ihre eigene Welt geschaffen und sie für die des Dante ausgegeben, – als ob die Welt Dantes mehr gewesen wäre, als eine Masse von Sinnbildern, von Form, Farbe und Ton, die Menschengestalt annehmen, sobald sie irgendeinen Geist zu einem starken und romantischen Leben erwecken, das nicht das ihre ist; als ob es nicht unsere eigenen Sorgen wären, unser Zorn, Bedauern und Schrecken und unsere Hoffnung, die zur Mißbilligung und zur Buße aufrütteln, wenn Dante auf seiner ewigen Pilgerfahrt dahinschreitet; als ob irgendein Dichter, Maler oder Musiker etwas anderes sein könnte, als der Zauberer, der mit einem überzeugenden und zwingenden Ritual edle oder unedle, göttliche oder dämonische Geschöpfe, mit Schuppen bekleidete, oder solche, die angetan sind mit strahlender Gewandung, wie er sich sie zuvor niemals vorzustellen vermochte, heraufbeschwört aus den bodenlosen Abgründen von niemals vorher gesehenen Phantasien, als ob nicht die edelsten Errungenschaften der Kunst gerade darin bestünden, daß der Dichter sich in Dunkelheit hüllt, während er über seine Leser ein Licht verbreitet, gleich einer wilden und schrecklichen Dämmerung.Quelle: Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben - Sigmund Freud
(Definition ergänzt von Taha am 28.09.2016)

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