Berufung

Definition, Bedeutung

1.1 das Berufen, das Berufenwerden; seine Berufung als Professor
2. das Berufensein, innere Bestimmung; die Berufung zum Arzt, zum Musiker in sich fühlen
3. das Sichberufen; unter Berufung auf die Verfassung
4. Einspruch gegen ein gerichtliches Urteil; Syn. Appellation; Berufung einlegen; in Berufung gehen

Die Berufung ist ein Rechtsmittel, mit dem Gerichtsurteile der ersten Instanz in allen Gerichtsbarkeiten angefochten werden kann. Sie werden dann in einem Verfahren der nächsten Instanz überprüft.

Silbentrennung

Die Silben von dem Wort 'Berufung' trennt man wie folgt:

  • Be|ru|fung

Beispielsätze mit dem Begriff 'Berufung'

  • Er durchlief den Inhalt – »bevor Sie diese Zeilen erhalten, weit entfernt – Berufung auf Ihre Gefühle – unwiderstehliche Macht der Liebe – Wachs – Sklaverei«, usw.Quelle: Charles Dickens - Londoner Skizzen - Sketches by Boz
  • Er sitzt zu Gericht in allen privaten und kriminellen Rechtshändeln und entscheidet unbedingt über Leben und Tod wie über die Freiheit, so daß er dem Bürger den Mitbürger an Knechtes Statt zusprechen oder auch den Verkauf desselben in die wirkliche Sklaverei, also ins Ausland anordnen kann; der Berufung an das Volk um Begnadigung nach gefälltem Bluturteil stattzugeben, ist er berechtigt, jedoch nicht verpflichtet.Quelle: Römische Geschichte, erstes Buch - Theodor Mommsen
  • Der Schneider und alle seine Damen mußten sich einer peinlichen Untersuchung unterziehen – und gar nichts nützte diesem mondänen Schneider seine äußerst beredte Zunge und seine Berufung auf alle hohen Herrschaften.Quelle: Beichte eines Mörders - Joseph Roth
  • Die Diskussionen, die ihrer Berufung im Reichstag und in den Landtagen vorausgingen, bilden allein ein interessantes Kapitel der Frauenbewegung.Quelle: Die Frauenfrage: ihre geschichtliche Entwicklung und wirtschaftliche Seite
(Definition ergänzt von Zoey am 07.10.2016)

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