Diaspora

  • Der Begriff Diaspora (v. griech.: διασπορά diaspora = Verstreutheit) bezeichnet seit dem späten 20. Jahrhundert hauptsächlich religiöse oder ethnische Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und unter Andersdenkenden lebend über weite Teile der Welt zerstreut sind. Sie kann aber auch einfach eine Minderheitssituation vor allem einer Religionsgruppe bezeichnen. Ursprünglich wurden mit "Diaspora" geschlossene Siedlungen der Juden bezeichnet, die nach dem Untergang des Reiches Juda 586 v. Chr. zunächst in Mesopotamien entstanden und sich in den folgenden Jahrhunderten von hier und von Palästina aus ausbreiteten, die jüdische Diaspora. Seit der frühen Neuzeit wird der Begriff auch auf konfessionelle Minderheiten des Christentums bezogen. Das Wort ist eine Prägung der Septuaginta Deut. 28, 25 u. ö. "du sollst eine Diaspora sein in allen Reichen auf Erden", wobei diaspora als Euphemismus für "Entsetzen", oder "Schande" etc. gewählt wurde.
(Definition ergänzt von Ines am 20.06.2015)

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Die Silben von dem Wort 'Diaspora' trennt man wie folgt:

  • Di|as|po|ra

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